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Aktuelles von den Baustellen Geothermie |


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Effiziente Erdwärmenutzung durch GRD-Schrägbohrverfahren Ein junger Bauherr aus Lennestadt (D) hat ein neues sogennantes KfW 60 - Haus (Wärmebedarf unter 60kW/m2/Jahr) errichtet und will dieses mit Erdwärme beheizen. Der Energiebedarf wurde mit 8,4 kW für das gesamte Haus errechnet. Dies wird mit Erdwärmesonden und einer Wärmepumpe mit der erforderlichen Leistung erbracht. Die Herstellung der Erdwärmesonden wurde mit dem neuen Bohrverfahren von Tracto- Technik, dem GRD--Verfahren, hergestellt. Es wurden 4 Bohrungen in verschiedene Winkel abgeteuft, 2x 42m / 65° Neigung und 2 x 27m/ 50° Neigung. Die Bohrungen liegen z.T. auch unter dem Haus, es wird somit auch die Abwärme des Hauses selbst mit erfaßt. Auf dem 19 m x 21 m großen Wiesengrundstück wurde der Standort für den Schacht außerhalb des geplanten Gebäudes unweit des späteren Technikraumes festgelegt. Vor Baubeginn erfolgte im April in Eigenleistung der erste Spatenstich für den Einbau des vorkonfektionierten Kunststoffschachtes (Durchmesser und Tiefe: 1 m). Von dem jederzeit zugänglichen Schacht werden die Bohrungen abgeteuft. Ein aufmontierter spezieller Drehkranz erlaubt es, das Bohrgerät in alle Richtungen zu drehen. Das Bohrgerät selbst lässt sich in der Neigung von 35° bis 65° einstellen. Die Positionierung auf dem Drehkranz ermöglicht einen schnellen "Stellungswechsel" und vermeidet das häufig mit Flurschäden verbundene Umsetzen der Bohranlage. Die kompakte GRD - Bohranlage mit dem vergleichsweise hohen Leistungspotential hat viele Vorteile. Besonders bei einer nachträglichen Umrüstung der Heizungsanlage werden durch den geringen Platzbedarf Oberflächen (asphaltierte, gepflasterte Flächen, Rasen, Ziersträucher etc.) geschont. Es entstehen kaum Flurschäden. Das GRD-Bohrgerät ist zudem in jedem Baugrund - auch Fels - einsetzbar. Nach den Vorarbeiten und der problemlosen Genehmigung durch die untere Wasserbehörde in Olpe rückte das Bohrteam an und baute die Bohranlage innerhalb einer knappen Stunde auf. Die Bohranlage war nun einsatzbereit. Für die Bohrungen und Sondeneinbau selbst sind normalerweise sind 2-3 Tage dafür zu veranschlagen. Das GRD-System nutzt ein Überlagerungsbohrverfahren. (Spülung: wahlweise Wasser oder Druckluft), um auch Lockergestein und Fels, wie in diesem Fall, durchörtern zu können. Für den Betrieb des Imlochhammers ist ein Kompressor mit einer Leistung von 6,5 m3 (12 bar) erforderlich. Die Anlage wurde auf dem Drehkranz mit dem Schacht verbunden und auf den gewünschten Neigungswinkel eingestellt. Die Bohrungen erfolgten nach einem Sondenplan, der anhand der Software "Earth Energy Designer" berechnet wurde. Der Bohrkopf und das Überbohrrohr stellten zunächst den Sondenkanal im Durchmesser von 94 mm her. Nach der Bergung des Überbohrrohres erfolgte in einem weiteren Arbeitsgang der Erdwärmesondeneinbau. Eingesetzt wurde ein Koaxialsonden-Stecksystem mit einem Durchmesser von 63 mm. Die Einzelelemente werden einfach nur zusammengesteckt und in die Bohrung geschoben. Das erspart das aufwändige PE-Schweißen. Die anschließende Druckprobe bestätigte die Dichtheit des Systems. Der letzte Arbeitsschritt war die Verdämmung des Hohlraums zwischen Erdreich und Erdwärmesonden mit einem Thermozement. Ausgehend von den im Schacht montierten Sammelleitungen werden auf kürzestem Weg die Anschlussleitungen zur Wärmepumpe hin verlegt werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tracto-technik.de oder Sie kontaktieren für Österreich Hr. Ing. Loibelsberger unter 0650 875 76 05 bzw per e-Mail aloi@tele2.at. |

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